Waldzustandsbericht

In den 1980er Jahren wurde in den deutschen Wäldern ein Inventurnetz aufgebaut, welches es ermöglicht jährlich den Zustand der Wälder zu erheben.

In Bayern werden die Daten alle drei Jahre erhoben und von Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten veröffentlicht.

Den aktuellen Waldzustandsbericht von 2019 kann hier heruntergeladen werden

 

Waldschäden durch Luftverunreinigungen Waldzustandsbericht 2015


Neuartige Waldschäden“, in den Anfangszeiten auch „Waldsterben“ genannt, bezeichnet Waldschadensbilder in Mittel- und Nordeuropa, die seit Mitte der 1970er Jahre festgestellt und insbesondere in den 1980er Jahren breit diskutiert wurden. Das Auftreten von großflächigen Schädigungen am Waldbaumbestand und forstlich bedeutenden Baumarten führte damals zu Befürchtungen, der gesamte Waldbestand (in Deutschland auf einem Drittel der Landesfläche) sei in Gefahr. Maßgeblich beteiligt an der Etablierung des Begriffs ist der Göttinger Forstwissenschaftler Bernhard Ulrich, der 1980 vom Umweltbundesamt mit der Erstellung eines Berichts beauftragt wurde.

Die Bezeichnung als „Neuartige Waldschäden“ unterscheidet das Phänomen von klassischen Rauchgasschäden im unmittelbaren Umfeld der klassischen Schwerindustrie und bis dato bekannten Waldschäden natürlichen Ursprungs. Neuartig war auch die Ausdehnung in den einzelnen Regionen und die Erkrankung mehrerer Baumarten innerhalb weniger Jahre.

 

Als Ursache wurden vor allem angegeben:


Erklärung zu den Zahlen

Mindestens in einem Raster von 16 × 16 Kilometern werden jedes Jahr dieselben Bäume kontrolliert und auf ihre Nadel- oder Blattverluste, Vergilbungen u.a. eingeschätzt.

Es gibt fünf Schadstufen:
Schadstufe 0: Verlust bis 10%; ohne Schadensmerkmale
Schadstufe 1: Verlust 11-25%; schwach geschädigt
Schadstufe 2: Verlust 26-60%; ab schadstufe 2 schwer geschädigt
Schadstufe 3: Verlust 61-99%
Schadstufe 4: Verlust mit 100%

 

Diese Einteilung wird von den meisten Bundesländern bis heute verwendet, um so eine Vergleichbarkeit mit früheren Zahlen zu ermöglichen.
In den letzten Jahren gingen einige Länder dazu über, die Schäden durch die Zahl der mittleren Kronenverlichtungen auszudrücken. Sie ist der Mittelwert der in 5%-Stufen geschätzten Kronenverlichtung aller Probebäume.
Beide Werte lassen sich nicht miteinander vergleichen. Die geringeren Zahlen bei der mittleren Kronenverlichtung lassen nicht den Schluss zu, dass es dem Wald besser geht.

 

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Entwicklung Kultur-basierter Koexistenz
Ein Beitrag zu Europäischen Forststrategie 2021


 

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Vertreter der Bayerischen Forstwirtschaft